8Februar
MurAll PAINT Airdrop: Alle Details zur Verteilung, Wertentwicklung und aktuellen Lage
Veröffentlicht von Edward Windsor

Im Dezember 2020 startete MurAll eine der bemerkenswertesten Airdrops in der NFT-Geschichte - und doch ist sie heute weitgehend vergessen. Der PAINT-Airdrop richtete sich nicht an allgemeine Krypto-Enthusiasten, sondern an eine ganz spezifische Gruppe: NFT-Künstler und echte Sammler. Wer damals auf Plattformen wie Known Origin, Rarible oder SuperRare aktiv war, bekam über eine Million PAINT-Token - ein Betrag, der damals bis zu 3.300 US-Dollar wert war. Heute? Ein PAINT-Token ist weniger als einen Cent wert. Wie hat sich das alles entwickelt? Und warum ist dieser Airdrop trotzdem noch relevant?

Was ist MurAll und wie funktioniert die PAINT-Token-Plattform?

MurAll ist keine normale NFT-Plattform. Es ist eine riesige, gemeinschaftlich gestaltete Leinwand mit 2.097.152 Pixeln (2048 x 1024). Jeder, der PAINT-Token besitzt, kann darauf zeichnen - und zwar direkt auf der Blockchain. Was passiert, wenn du malst? Dein Strich wird als NFT gespeichert. Und das Wichtigste: Die PAINT-Token, die du dafür verwendest, werden permanenter verbrannt. Genau wie echte Farbe, die auf einer Leinwand trocknet, verschwindet die Menge an PAINT-Token aus dem Umlauf. Das ist kein Trick - es ist das Kernkonzept: Knappheit durch Verbrauch.

Die maximale Anzahl an PAINT-Token beträgt 22 Milliarden. Doch seit dem Start wurden schon Milliarden verbrannt. Heute sind nur noch etwas über 11,5 Milliarden im Umlauf. Das bedeutet: Selbst wenn niemand mehr malt, wird die Menge an PAINT-Token kontinuierlich kleiner. Eine einfache, aber clevere Art, Wert zu schaffen - wenn denn jemand die Leinwand nutzt.

Wie lief der PAINT-Airdrop ab? Die zwei Gruppen

Der Airdrop war nicht für alle. Er war zweigeteilt - und das hat viele ausgeschlossen.

  • NFT-Künstler: Wer zwischen 2019 und November 2020 auf Known Origin, Rarible, SuperRare oder Async Art NFTs veröffentlicht hatte, bekam 1.048.576 PAINT-Token. Die Abfrage erfolgte am 15. November 2020. Keine Nachmeldung, kein zweiter Versuch. Wer damals nicht dabei war, hatte Pech.
  • NFT-Sammler: Wer mindestens ein ERC-721-NFT besaß und mehr Eingänge als Ausgänge hatte (also wirklich sammelte, nicht nur handelte), bekam 193.537 PAINT-Token. Die Abfrage war am 18. Dezember 2020. Die Regel war klar: Nur wer NFTs als Sammler, nicht als Spekulanten nutzte, kam in Frage.

Beide Gruppen hatten bis zum 22. Januar 2022 Zeit, ihre Tokens abzuholen. Das war ungewöhnlich lang - eine kluge Entscheidung, um technische Probleme auszuräumen. Viele Nutzer hatten Schwierigkeiten, ihre MetaMask-Wallets mit der MurAll-Website zu verbinden. Doch die lange Frist half, viele aus der Verzweiflung zu holen.

Wie viel war der PAINT-Airdrop damals wert?

Zum Zeitpunkt der Airdrop-Claim-Phase (Ende 2020 / Anfang 2021) war der PAINT-Token auf dem Höhepunkt. Ein NFT-Künstler mit 1.048.576 Tokens erhielt je nach Marktlage zwischen 2.100 und 3.300 US-Dollar. Ein Sammler mit 193.537 Tokens bekam etwa 400 US-Dollar.

Das klang nach einem Schnäppchen. Viele sahen es als Investition in eine neue Form digitaler Kunst. BeInCrypto schrieb damals, MurAll sei ein direkter Nachfolger des UNI-Airdrops von Uniswap - ein Modell, bei dem Communities belohnt werden, statt Token zu verkaufen. Das war clever. Es umging regulatorische Risiken und baute echte Loyalität auf.

Aber das war der letzte Höhepunkt.

Zwei Szenen: Ein NFT-Künstler erhält Millionen PAINT-Token, ein Sammler erhält Tausende — beide mit Ablaufdatum und fallendem Preisgraph.

Was ist heute aus dem PAINT-Token geworden?

Heute, im Februar 2026, handelt PAINT bei etwa 0,0000067 US-Dollar pro Token. Das ist ein Rückgang von über 99,99 % seit dem Airdrop-Höhepunkt.

Die Marktkapitalisierung liegt bei nur 77.600 US-Dollar. Der 24-Stunden-Handelsvolumen beträgt gerade mal 10,30 US-Dollar - und das geschieht ausschließlich auf Uniswap V2 in der PAINT/WETH-Paarung. Keine Börse, keine große Nachfrage. Kein Hype mehr.

Warum? Weil niemand mehr malt.

Die Leinwand von MurAll ist fast leer. Die meisten Tokens wurden nie verwendet. Die Verbrauchsmaschinerie, die den Wert hätte stützen sollen, steht still. Es gibt keine großen Updates, keine Integrationen mit Metaversen, keine neuen Künstler, die darauf aufmerksam werden. Die Technik funktioniert. Aber niemand nutzt sie.

Warum ist MurAll trotzdem interessant?

Es ist kein Erfolg. Aber es ist ein Lehrstück.

MurAll war eines der ersten Projekte, das den Gedanken einer blockchain-permanenten, gemeinschaftlichen Kunst ernst nahm. Jede Zeichnung, egal wie klein, bleibt für immer dokumentiert - selbst wenn jemand anderes darüber malt. Das ist technisch einzigartig. Kein anderes Projekt hat das bis heute so konsequent umgesetzt.

Und der Airdrop? Er war perfekt geplant. Keine Verkäufe. Keine Vorauszahlungen. Nur echte NFT-Künstler und Sammler wurden belohnt. Keine Bot-Accounts. Keine Fake-Wallets. Das war ein Airdrop mit Integrität.

Die Fehler? Die Eingrenzung. Nur vier Plattformen. Wer auf Foundation, Zora oder OpenSea malte, war raus. Die Community war klein, aber elitär. Und das hat den Aufbau einer breiten Nutzerbasis verhindert.

Heute wäre ein solcher Airdrop anders. Man würde mehr Plattformen einbinden. Man würde Künstler aus Twitter, Instagram, Discord ansprechen. Man würde den Airdrop mit einem Wettbewerb verbinden - „Zeichne dein bestes Werk, gewinne 10.000 PAINT“.

Eine fast leere digitale Leinwand mit einem einzelnen, fast wertlosen PAINT-Token — ein Denkmal für eine verlorene NFT-Bewegung.

Was bleibt von MurAll?

Nicht viel. Aber etwas.

Die Leinwand existiert noch. Die NFTs, die damals erstellt wurden, sind noch da. Einige Künstler haben sie in ihren digitalen Galerien ausgestellt. Einige Sammler halten sie als historische Artefakte.

Und die Token? Sie liegen in Brieftaschen, ungenutzt. Einige wurden verbrannt - aber nur wenige. Die meisten warten noch auf einen Anlass, der nie kommt.

MurAll zeigt: Eine brillianten Idee braucht mehr als Technik. Sie braucht eine Community, die sich daran beteiligt. Sie braucht Leute, die nicht nur tokens sammeln, sondern sie benutzen. Und sie braucht eine Vision, die weitergeht - nicht nur in der Vergangenheit.

Warum ist PAINT kein Investment mehr

Wenn du heute PAINT-Token kaufst, kaufst du keine Zukunft. Du kaufst eine Erinnerung.

Es gibt keine Roadmap. Keine Partnerschaften. Keine Updates. Der Code läuft, aber niemand nutzt ihn. Der Markt ist tot. Der Handel ist minimal. Der Preis wird nicht mehr von Nachfrage, sondern von ein paar Händlern gesteuert, die mit winzigen Mengen spielen.

PAINT ist kein Krypto-Asset mehr. Es ist ein digitales Relikt - ein Denkmal für eine Zeit, als NFTs noch eine Bewegung waren, keine Spekulationsblase.

Frequently Asked Questions

Warum wurden PAINT-Token verbrannt, wenn man malt?

Die Verbrauchsmaschinerie von PAINT-Token ist das Herzstück des MurAll-Systems. Jedes Mal, wenn jemand auf der Leinwand malt, werden die verwendeten Tokens permanent aus dem Umlauf entfernt. Das sorgt für Knappheit - ähnlich wie bei echter Farbe, die nicht wiederverwendet werden kann. Dieser Mechanismus sollte den Wert der verbleibenden Tokens langfristig stützen, indem die Gesamtmenge kontinuierlich sinkt.

Wie viele PAINT-Token wurden während des Airdrops verteilt?

Insgesamt wurden über 1 Milliarde PAINT-Token an NFT-Künstler und Sammler verteilt. Allein die Künstler-Gruppe erhielt mehr als 100 Millionen Tokens, die Sammler-Gruppe über 30 Millionen. Diese Zahlen basieren auf den offiziellen Snapshots vom 15. November und 18. Dezember 2020. Die genaue Gesamtmenge wurde nie veröffentlicht, aber Schätzungen gehen von über 1,2 Milliarden aus.

Warum wurden nur bestimmte NFT-Plattformen akzeptiert?

MurAll wollte nur echte, etablierte Künstler ansprechen - nicht Spekulanten. Known Origin, Rarible, SuperRare und Async Art waren damals die führenden Plattformen für qualitativ hochwertige NFT-Kunst. Andere Plattformen wie OpenSea wurden ausgeschlossen, weil sie zu viele Low-Value- oder Copy-Paste-NFTs enthielten. Die Entscheidung war bewusst elitär - und das hat viele ausgeschlossen, aber auch die Qualität der Community gesichert.

Kann man heute noch PAINT-Token beanspruchen?

Nein. Die Claim-Phase endete am 22. Januar 2022. Alle, die zuvor berechtigt waren, konnten ihre Tokens bis zu diesem Datum abholen. Es gibt keine Möglichkeit mehr, neue Ansprüche zu stellen. Selbst wenn du damals qualifiziert warst, aber nicht abgeholt hast, ist es jetzt zu spät.

Ist die MurAll-Leinwand heute noch nutzbar?

Ja, technisch funktioniert sie noch. Du kannst dich mit deiner MetaMask-Wallet verbinden und mit verbleibenden PAINT-Token malen. Aber es gibt praktisch keine Nutzer mehr. Die Leinwand ist fast leer, und neue Beiträge sind extrem selten. Die Plattform existiert, aber sie ist nicht mehr aktiv. Es ist eine digitale Ruine - aber eine mit Geschichte.

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