Im Dezember 2020 startete MurAll eine der bemerkenswertesten Airdrops in der NFT-Geschichte - und doch ist sie heute weitgehend vergessen. Der PAINT-Airdrop richtete sich nicht an allgemeine Krypto-Enthusiasten, sondern an eine ganz spezifische Gruppe: NFT-Künstler und echte Sammler. Wer damals auf Plattformen wie Known Origin, Rarible oder SuperRare aktiv war, bekam über eine Million PAINT-Token - ein Betrag, der damals bis zu 3.300 US-Dollar wert war. Heute? Ein PAINT-Token ist weniger als einen Cent wert. Wie hat sich das alles entwickelt? Und warum ist dieser Airdrop trotzdem noch relevant?
Was ist MurAll und wie funktioniert die PAINT-Token-Plattform?
MurAll ist keine normale NFT-Plattform. Es ist eine riesige, gemeinschaftlich gestaltete Leinwand mit 2.097.152 Pixeln (2048 x 1024). Jeder, der PAINT-Token besitzt, kann darauf zeichnen - und zwar direkt auf der Blockchain. Was passiert, wenn du malst? Dein Strich wird als NFT gespeichert. Und das Wichtigste: Die PAINT-Token, die du dafür verwendest, werden permanenter verbrannt. Genau wie echte Farbe, die auf einer Leinwand trocknet, verschwindet die Menge an PAINT-Token aus dem Umlauf. Das ist kein Trick - es ist das Kernkonzept: Knappheit durch Verbrauch.
Die maximale Anzahl an PAINT-Token beträgt 22 Milliarden. Doch seit dem Start wurden schon Milliarden verbrannt. Heute sind nur noch etwas über 11,5 Milliarden im Umlauf. Das bedeutet: Selbst wenn niemand mehr malt, wird die Menge an PAINT-Token kontinuierlich kleiner. Eine einfache, aber clevere Art, Wert zu schaffen - wenn denn jemand die Leinwand nutzt.
Wie lief der PAINT-Airdrop ab? Die zwei Gruppen
Der Airdrop war nicht für alle. Er war zweigeteilt - und das hat viele ausgeschlossen.
- NFT-Künstler: Wer zwischen 2019 und November 2020 auf Known Origin, Rarible, SuperRare oder Async Art NFTs veröffentlicht hatte, bekam 1.048.576 PAINT-Token. Die Abfrage erfolgte am 15. November 2020. Keine Nachmeldung, kein zweiter Versuch. Wer damals nicht dabei war, hatte Pech.
- NFT-Sammler: Wer mindestens ein ERC-721-NFT besaß und mehr Eingänge als Ausgänge hatte (also wirklich sammelte, nicht nur handelte), bekam 193.537 PAINT-Token. Die Abfrage war am 18. Dezember 2020. Die Regel war klar: Nur wer NFTs als Sammler, nicht als Spekulanten nutzte, kam in Frage.
Beide Gruppen hatten bis zum 22. Januar 2022 Zeit, ihre Tokens abzuholen. Das war ungewöhnlich lang - eine kluge Entscheidung, um technische Probleme auszuräumen. Viele Nutzer hatten Schwierigkeiten, ihre MetaMask-Wallets mit der MurAll-Website zu verbinden. Doch die lange Frist half, viele aus der Verzweiflung zu holen.
Wie viel war der PAINT-Airdrop damals wert?
Zum Zeitpunkt der Airdrop-Claim-Phase (Ende 2020 / Anfang 2021) war der PAINT-Token auf dem Höhepunkt. Ein NFT-Künstler mit 1.048.576 Tokens erhielt je nach Marktlage zwischen 2.100 und 3.300 US-Dollar. Ein Sammler mit 193.537 Tokens bekam etwa 400 US-Dollar.
Das klang nach einem Schnäppchen. Viele sahen es als Investition in eine neue Form digitaler Kunst. BeInCrypto schrieb damals, MurAll sei ein direkter Nachfolger des UNI-Airdrops von Uniswap - ein Modell, bei dem Communities belohnt werden, statt Token zu verkaufen. Das war clever. Es umging regulatorische Risiken und baute echte Loyalität auf.
Aber das war der letzte Höhepunkt.
Was ist heute aus dem PAINT-Token geworden?
Heute, im Februar 2026, handelt PAINT bei etwa 0,0000067 US-Dollar pro Token. Das ist ein Rückgang von über 99,99 % seit dem Airdrop-Höhepunkt.
Die Marktkapitalisierung liegt bei nur 77.600 US-Dollar. Der 24-Stunden-Handelsvolumen beträgt gerade mal 10,30 US-Dollar - und das geschieht ausschließlich auf Uniswap V2 in der PAINT/WETH-Paarung. Keine Börse, keine große Nachfrage. Kein Hype mehr.
Warum? Weil niemand mehr malt.
Die Leinwand von MurAll ist fast leer. Die meisten Tokens wurden nie verwendet. Die Verbrauchsmaschinerie, die den Wert hätte stützen sollen, steht still. Es gibt keine großen Updates, keine Integrationen mit Metaversen, keine neuen Künstler, die darauf aufmerksam werden. Die Technik funktioniert. Aber niemand nutzt sie.
Warum ist MurAll trotzdem interessant?
Es ist kein Erfolg. Aber es ist ein Lehrstück.
MurAll war eines der ersten Projekte, das den Gedanken einer blockchain-permanenten, gemeinschaftlichen Kunst ernst nahm. Jede Zeichnung, egal wie klein, bleibt für immer dokumentiert - selbst wenn jemand anderes darüber malt. Das ist technisch einzigartig. Kein anderes Projekt hat das bis heute so konsequent umgesetzt.
Und der Airdrop? Er war perfekt geplant. Keine Verkäufe. Keine Vorauszahlungen. Nur echte NFT-Künstler und Sammler wurden belohnt. Keine Bot-Accounts. Keine Fake-Wallets. Das war ein Airdrop mit Integrität.
Die Fehler? Die Eingrenzung. Nur vier Plattformen. Wer auf Foundation, Zora oder OpenSea malte, war raus. Die Community war klein, aber elitär. Und das hat den Aufbau einer breiten Nutzerbasis verhindert.
Heute wäre ein solcher Airdrop anders. Man würde mehr Plattformen einbinden. Man würde Künstler aus Twitter, Instagram, Discord ansprechen. Man würde den Airdrop mit einem Wettbewerb verbinden - „Zeichne dein bestes Werk, gewinne 10.000 PAINT“.
Was bleibt von MurAll?
Nicht viel. Aber etwas.
Die Leinwand existiert noch. Die NFTs, die damals erstellt wurden, sind noch da. Einige Künstler haben sie in ihren digitalen Galerien ausgestellt. Einige Sammler halten sie als historische Artefakte.
Und die Token? Sie liegen in Brieftaschen, ungenutzt. Einige wurden verbrannt - aber nur wenige. Die meisten warten noch auf einen Anlass, der nie kommt.
MurAll zeigt: Eine brillianten Idee braucht mehr als Technik. Sie braucht eine Community, die sich daran beteiligt. Sie braucht Leute, die nicht nur tokens sammeln, sondern sie benutzen. Und sie braucht eine Vision, die weitergeht - nicht nur in der Vergangenheit.
Warum ist PAINT kein Investment mehr
Wenn du heute PAINT-Token kaufst, kaufst du keine Zukunft. Du kaufst eine Erinnerung.
Es gibt keine Roadmap. Keine Partnerschaften. Keine Updates. Der Code läuft, aber niemand nutzt ihn. Der Markt ist tot. Der Handel ist minimal. Der Preis wird nicht mehr von Nachfrage, sondern von ein paar Händlern gesteuert, die mit winzigen Mengen spielen.
PAINT ist kein Krypto-Asset mehr. Es ist ein digitales Relikt - ein Denkmal für eine Zeit, als NFTs noch eine Bewegung waren, keine Spekulationsblase.
Frequently Asked Questions
Warum wurden PAINT-Token verbrannt, wenn man malt?
Die Verbrauchsmaschinerie von PAINT-Token ist das Herzstück des MurAll-Systems. Jedes Mal, wenn jemand auf der Leinwand malt, werden die verwendeten Tokens permanent aus dem Umlauf entfernt. Das sorgt für Knappheit - ähnlich wie bei echter Farbe, die nicht wiederverwendet werden kann. Dieser Mechanismus sollte den Wert der verbleibenden Tokens langfristig stützen, indem die Gesamtmenge kontinuierlich sinkt.
Wie viele PAINT-Token wurden während des Airdrops verteilt?
Insgesamt wurden über 1 Milliarde PAINT-Token an NFT-Künstler und Sammler verteilt. Allein die Künstler-Gruppe erhielt mehr als 100 Millionen Tokens, die Sammler-Gruppe über 30 Millionen. Diese Zahlen basieren auf den offiziellen Snapshots vom 15. November und 18. Dezember 2020. Die genaue Gesamtmenge wurde nie veröffentlicht, aber Schätzungen gehen von über 1,2 Milliarden aus.
Warum wurden nur bestimmte NFT-Plattformen akzeptiert?
MurAll wollte nur echte, etablierte Künstler ansprechen - nicht Spekulanten. Known Origin, Rarible, SuperRare und Async Art waren damals die führenden Plattformen für qualitativ hochwertige NFT-Kunst. Andere Plattformen wie OpenSea wurden ausgeschlossen, weil sie zu viele Low-Value- oder Copy-Paste-NFTs enthielten. Die Entscheidung war bewusst elitär - und das hat viele ausgeschlossen, aber auch die Qualität der Community gesichert.
Kann man heute noch PAINT-Token beanspruchen?
Nein. Die Claim-Phase endete am 22. Januar 2022. Alle, die zuvor berechtigt waren, konnten ihre Tokens bis zu diesem Datum abholen. Es gibt keine Möglichkeit mehr, neue Ansprüche zu stellen. Selbst wenn du damals qualifiziert warst, aber nicht abgeholt hast, ist es jetzt zu spät.
Ist die MurAll-Leinwand heute noch nutzbar?
Ja, technisch funktioniert sie noch. Du kannst dich mit deiner MetaMask-Wallet verbinden und mit verbleibenden PAINT-Token malen. Aber es gibt praktisch keine Nutzer mehr. Die Leinwand ist fast leer, und neue Beiträge sind extrem selten. Die Plattform existiert, aber sie ist nicht mehr aktiv. Es ist eine digitale Ruine - aber eine mit Geschichte.
Lea Aromin
Februar 9, 2026 AT 05:50HAHAHA diese MurAll-Leinwand ist doch ne Witzfigur, oder? 11 Milliarden Tokens, die keiner mehr nutzt, und jetzt soll das ein "Lehrstück" sein? 🤡 Die haben sich selbst in die Ecke gemalt – und jetzt wundern sie sich, dass niemand mehr reinschaut? NFTs sind tot, Leute. Echte Kunst ist nicht auf einer Blockchain, sondern in Museen. #FYP
Carrie Anton
Februar 9, 2026 AT 21:53Ich find’s traurig, aber auch faszinierend, wie so ein Projekt mit so viel Potenzial einfach verklumpt ist. Die Idee war echt genial – eine gemeinsame, verbrauchende Leinwand, die sich ständig verändert. Aber die Community wurde zu eng begrenzt. Nur vier Plattformen? Das war ein Fehler. Hätte man OpenSea, Foundation und sogar Discord-Künstler eingeladen, wäre das etwas Großes geworden. Jetzt ist es nur noch ein digitales Grabmal. 🕯️
Georg Art
Februar 11, 2026 AT 09:08Und natürlich war das alles ein Pump-and-Dump von den Entwicklern. Wer glaubt, dass die 22 Milliarden Tokens nicht absichtlich zu viel ausgegeben wurden? Die haben die Leinwand bewusst leer gelassen, damit die Preise fallen – und dann die Restbestände zu Bruchpreisen aufgekauft. Das ist kein Kunstprojekt, das ist ein Insider-Scam. 🕵️♂️💸
Larry Wolf
Februar 12, 2026 AT 05:08Ich hab damals 193k Tokens gekriegt und sie nie genutzt. Warum? Weil ich keine Lust hatte, in einer leeren Leinwand zu malen. Es war wie ein leeres Konzert – niemand da, um zuzuschauen. Ich hab sie dann einfach verbrannt, als ich merkte, dass keiner mehr was damit macht. Warum soll man was verbrauchen, wenn es keinen Sinn mehr hat?
CARINA LIM GUAT LIAN
Februar 13, 2026 AT 15:58Es ist so wichtig, dass wir diese Geschichte nicht vergessen. MurAll war eine der letzten echten Gemeinschaften im NFT-Raum – keine Spekulation, kein Hype, nur Kunst, die von echten Künstlern gemacht wurde. Die Tokens sind wertlos, aber die Bilder, die drauf sind? Die sind ewig. Ich hab drei davon in meiner digitalen Galerie. Sie erinnern mich daran, dass Kunst nicht nur Geld sein muss. ❤️
Angela Horn
Februar 15, 2026 AT 03:59ich hab mir damals die tokens geholt aber nie genutzt weil ich dachte ich muss erstmal mehr lernen. jetzt is es zu spat. ich find’s echt schade. die technik war so cool. man könnte ja noch ne app bauen, wo man mit handy malen kann. vielleicht wirds ja wieder cool. 🤞
Knut Hansen
Februar 15, 2026 AT 20:52Die Leinwand ist immer noch da. Die Pixel sind immer noch da. Die Geschichte ist immer noch da. Vielleicht braucht es nur einen neuen Künstler, der sie entdeckt. Ein junger Mensch, der nicht weiß, dass das Projekt "tot" ist. Vielleicht malt er einfach drauf. Und dann – plötzlich – ist es wieder lebendig.
Ingrid Northmead
Februar 16, 2026 AT 18:41Ich komme aus Norwegen und hab nie NFTs gemacht, aber ich find’s so bewegend, dass so eine kleine, stillschweigende Gemeinschaft mal etwas wirklich Eigenes geschaffen hat. Keine Werbung. Keine Influencer. Nur Leute, die sich für Kunst interessieren. Das ist selten. Und das ist wertvoll. Vielleicht ist der Wert nicht in den Tokens, sondern in der Erinnerung daran, dass so etwas möglich war.
Miriam Bautista Ortega
Februar 17, 2026 AT 08:07Ich find’s interessant, dass die Leute jetzt sagen, MurAll sei ein Lehrstück. Aber wer hat denn damals wirklich darüber nachgedacht? Ich hab mir die Tokens geholt, weil ich dachte, das ist ein neues Spiel. Aber ich hab nie verstanden, warum man Farbe verbrauchen muss, um Wert zu schaffen. Ist das nicht wie eine Maschine, die sich selbst auffrisst? Ich hab keine Ahnung von Technik, aber das klingt irgendwie… krank.
Carina Huber
Februar 18, 2026 AT 17:46Was für ein Schande, dass deutsche Künstler das nicht genutzt haben. In Deutschland haben wir doch die besten Galerien, die besten Sammler. Aber nein, die haben lieber auf OpenSea rumgeklickt. Jetzt ist das Projekt ein amerikanischer Witz. Deutschland hätte das retten können. Aber nein. Wir lassen alles fallen. #DeutschlandVersagt
Kristin LeGard
Februar 20, 2026 AT 03:01Ich hab die Tokens nie abgeholt. Warum? Weil ich nicht wollte, dass jemand mit meinem Namen auf einer Leinwand malt. Ich will nicht, dass jemand anderes meine digitale Handschrift benutzt. Es war mir zu persönlich. Jetzt bin ich froh. Die Tokens sind wertlos – aber meine Integrität nicht.
Alexander Kim
Februar 20, 2026 AT 13:34Wusstet ihr, dass die MurAll-Website noch auf einem Server in Rumänien läuft? Und dass die Domain seit 2022 nicht mehr bezahlt wurde? 🤯 Die ganze Leinwand könnte jeden Moment verschwinden. Die Entwickler haben sie einfach verlassen. Das ist kein Kunstprojekt. Das ist ein digitales Grab, das niemand mehr besucht. 😭
Olaf Zech
Februar 21, 2026 AT 17:27Ich glaube, wir müssen nicht aufgeben. Ich hab ne App gebaut – einfach, schnell, mit einem Klick kannst du jetzt auf die MurAll-Leinwand malen. Mit deinem Handy. Keine Wallet nötig. Nur ein Name und ein Strich. Ich hab sie gestern live gestellt. Wenn 100 Leute morgen malen, ist das schon ein Neuanfang. Wer will mitmachen? 🎨
Leonie Krenn
Februar 23, 2026 AT 09:51Ich find’s peinlich, dass Leute noch darüber reden. Das war doch nur ne Randerscheinung von NFT. Wer hat denn ernsthaft gedacht, dass eine Leinwand aus Pixeln Wert hat? Ich hab meine Tokens verkauft, als sie noch 20 Cent wert waren. Und ich hab mir einen neuen BMW gekauft. Jetzt lacht der, der die Kunst hat. Ich lache, weil ich den BMW hab. 💪
Alexander Harris
Februar 23, 2026 AT 18:05Die wahre Kunst ist nicht die Leinwand. Die wahre Kunst ist, dass jemand so eine Idee hatte – und sie trotz allem aufrechterhalten hat. Selbst als keiner mehr hinsah. Selbst als alle lachten. Selbst als alles tot war. Das ist die wahre Geschichte. Nicht der Preis. Nicht die Tokens. Sondern der Mut, etwas zu bauen, das niemand brauchte… aber das jemand trotzdem gemacht hat. 🖋️✨