Im Iran ist der Umgang mit Kryptowährungen kein Schwarz-Weiß-Thema. Es gibt keine totale Verbotspolitik - aber auch keine freie Marktwirtschaft. Stattdessen regiert eine strenge, zentralisierte Kontrolle, die das Potenzial digitaler Währungen nutzen will, ohne die Macht des Staates zu gefährden. Seit 2019 ist Kryptominen legal - aber nur, wenn der Staat mitmacht. Wer ohne Genehmigung minet, riskiert nicht nur Geldstrafen, sondern auch die Beschlagnahmung seiner Geräte. Und wer handelt, muss mit der ständigen Überwachung der Zentralbank rechnen.
Was ist erlaubt? Der offizielle Rahmen
Die Zentralbank des Iran (CBI) hat im Januar 2025 ein neues Regelwerk veröffentlicht, das den gesamten Kryptomarkt unter ihre Kontrolle bringt. Seitdem ist jede Form von Kryptowährungstransaktion - ob Mining, Handel oder Austausch - nur noch mit einer offiziellen Lizenz erlaubt. Die CBI ist die einzige Stelle, die diese Lizenzen ausstellt. Kein privates Unternehmen, keine Börse, kein Miner darf ohne sie arbeiten.
Miner müssen sich beim Ministerium für Industrie, Bergbau und Handel registrieren und dürfen nur von der Regierung zugelassene Hardware verwenden. Sie müssen auch den Strompreis zahlen, den der Staat für Exporte festlegt - nicht den subventionierten Inlandspreis. Das ist kein Zufall: Der Staat will nicht, dass Kryptominen das nationale Stromnetz überlastet. In den ersten sieben Monaten von 2025 wurden über 1.000 legale Minenlizenzen ausgestellt. Doch Experten schätzen, dass noch immer 95 % der Minen illegal laufen.
Ein wichtiger Teil des Systems ist das NIMA-System - die Nationale Iranische Wechselstube. Alle legalen Miner müssen ihre gewonnenen Kryptowährungen an die CBI verkaufen, über NIMA. Das Geld fließt direkt in die Staatskasse. So kontrolliert der Staat nicht nur die Technik, sondern auch den Geldfluss. Wer Kryptowährungen kaufen will, muss das über CBI-geprüfte Plattformen tun. Die Börse Nobitex behält mit 87 % Marktanteil ihre dominante Position, obwohl das Gesamtvolumen im Vergleich zu 2024 um 11 % zurückgegangen ist.
Was ist verboten? Die Grenzen der Freiheit
Es gibt kein Verbot von Bitcoin oder Ethereum - aber es gibt ein Verbot von Unabhängigkeit. Jede Transaktion muss nachvollziehbar sein. Jeder Benutzer muss sich mit echtem Namen und Identität registrieren. Keine anonymen Wallets. Keine unregistrierten Austauschplattformen. Wer versucht, das zu umgehen, riskiert eine Strafe von bis zu 10 Jahren Gefängnis, wie es in den offiziellen Richtlinien steht.
Die Regierung hat auch eine Kampagne gestartet, um illegale Minen zu melden. Bürger können anonym Tipps geben - und werden sogar mit Belohnungen belohnt. Bis August 2025 wurden über 100 illegale Minenfarmen geschlossen und mehr als 250.000 Mining-Geräte beschlagnahmt. Die Ministry of Energy hat zudem strenge Stromgrenzen für jede Lizenz eingeführt. Wer mehr verbraucht, als erlaubt, bekommt keine neue Lizenz - und seine Geräte werden beschlagnahmt.
Und dann gibt es noch das Problem der Sanktionen. Internationale Zahlungssysteme wie SWIFT sind für den Iran gesperrt. Deshalb nutzen viele Iraner Kryptowährungen, um Geld ins Ausland zu schicken - oder Importe zu bezahlen. Doch auch das ist gefährlich. Tether hat im Juli 2025 alle Wallets mit iranischer IP-Adresse eingefroren. Das hat eine Panik ausgelöst. Plötzlich war USDT, das bis dahin das meistgenutzte Stablecoin war, nicht mehr sicher. Die Lösung? Der Umstieg auf DAI auf dem Polygon-Netzwerk. Das ist kein Zufall. Polygon ist weniger reguliert, und DAI ist dezentral. Iranische Börsen und Influencer haben massiv dafür geworben. Es war eine der größten Selbstorganisationen im iranischen Krypto-Ökosystem - und sie geschah trotz, nicht wegen der Regierung.
Steuer auf Gewinne - ein neues Zeitalter
Im August 2025 trat ein neues Gesetz in Kraft: die Besteuerung von Spekulationsgewinnen. Kryptowährungen gelten nun offiziell als spekulatives Gut - genau wie Gold, Immobilien oder Devisen. Wer Gewinne macht, muss sie versteuern. Die Steuer wird schrittweise eingeführt, beginnend im dritten Quartal 2025. Die Regierung will damit nicht nur Einnahmen generieren, sondern auch den Markt legitimieren. Es ist ein klares Signal: Kryptowährungen sind hier, um zu bleiben - aber nur, wenn sie unter Kontrolle bleiben.
Die Wirtschaftsministerin hat öffentlich gesagt, dass die Regierung den Ansatz „regulieren statt verbieten“ unterstützt. Doch gleichzeitig kritisiert sie die Internetfilter, die den Zugang zu globalen Plattformen erschweren. Sie fordert eine einzige, staatlich genehmigte Plattform, auf der alle iranischen Krypto-Nutzer zusammenkommen. Das klingt nach Effizienz - aber es ist auch eine Möglichkeit, alles in einem System zu überwachen.
Warum nutzen die Menschen es trotzdem?
Die Antwort ist einfach: Inflation. Der iranische Rial hat seit 2018 mehr als 80 % seines Wertes verloren. Die Preise für Essen, Medikamente und Benzin steigen täglich. Viele Familien haben kein Konto mehr bei einer Bank - weil die Banken nicht mehr vertrauenswürdig sind. Kryptowährungen sind die letzte Möglichkeit, Geld zu speichern, das nicht von der Regierung manipuliert werden kann.
Obwohl die Regierung versucht, den Handel zu kontrollieren, nutzen Millionen von Iranern Kryptowährungen für den Alltag. Sie kaufen Lebensmittel über lokale Händler, die Kryptos akzeptieren. Sie schicken Geld an Verwandte im Ausland. Sie tauschen Kryptos gegen Gold oder Dollar - auf dem Schwarzmarkt. Die Regierung kann das nicht vollständig stoppen. Sie kann nur versuchen, den größten Teil davon in ihr System zu zwingen.
Und das funktioniert - teilweise. Der Gesamtumsatz an Kryptowährungen im Iran lag zwischen Januar und Juli 2025 bei 3,7 Milliarden US-Dollar. Das ist zwar weniger als im Vorjahr, aber immer noch eine enorme Summe. Die meisten Transaktionen sind klein - oft unter 100 US-Dollar. Sie kommen nicht von Händlern oder Unternehmen. Sie kommen von Familien, die versuchen, ihre Ersparnisse zu retten.
Die Zukunft: Kontrolle oder Konvergenz?
Der Iran arbeitet an einem eigenen Gold-gedeckten Stablecoin in Zusammenarbeit mit Russland. Das ist kein Zufall. Es geht darum, eine eigene Währung zu schaffen, die nicht von den USA oder Europa kontrolliert wird. Wenn das funktioniert, könnte es die Grundlage für einen neuen Handelsblock bilden - fernab von SWIFT und dem Dollar.
Aber das ist langfristig. Kurzfristig bleibt die Realität: Jeder, der Kryptowährungen im Iran nutzt, lebt in einem System, das ihn beobachtet. Die Zentralbank kennt deine Transaktionen. Dein Miner ist registriert. Dein Konto ist verknüpft. Du hast keine Anonymität. Und wenn du gegen die Regeln verstößt, gibt es keine zweite Chance.
Die iranische Regierung hat eine klare Botschaft: Wir akzeptieren Kryptowährungen - aber nur, wenn sie uns dienen. Die Menschen nutzen sie, um zu überleben. Der Staat nutzt sie, um zu kontrollieren. Beide Seiten spielen ein Spiel, das kein Ende kennt. Und wer hier mitmacht, muss wissen: Es gibt keinen freien Markt. Nur einen, der von oben gesteuert wird.
Peter Bekken
Januar 3, 2026 AT 19:37Interessant, aber ich frag mich, ob das wirklich eine Lösung ist oder nur eine andere Form der Kontrolle.
Mathias Nilsson
Januar 5, 2026 AT 04:49Die Leute nutzen Krypto, weil sie keine andere Wahl haben. Die Regierung kann nicht verhindern, dass Menschen überleben wollen. Das ist kein Verbrechen, das ist Menschlichkeit.
Maik Thomas
Januar 5, 2026 AT 07:54HA! Die Regierung will Krypto kontrollieren, aber gleichzeitig wird sie von den Leuten benutzt, um sie zu umgehen. Das ist wie versuchen, Wasser mit einem Sieb aufzufangen. 😂
Max Giralt salas
Januar 5, 2026 AT 21:48Die Zahlen sind beeindruckend: 3,7 Milliarden USD in sieben Monaten – das ist kein Nischenmarkt, das ist eine volkswirtschaftliche Notwendigkeit. Die Regierung ignoriert das auf eigene Gefahr.
Roland Simon-Baranyai
Januar 6, 2026 AT 10:27Die Einführung einer staatlich kontrollierten Gold-Backed-Währung in Kooperation mit Russland könnte eine strategische Wende darstellen. Allerdings ist die technische und institutionelle Infrastruktur dafür in Iran noch unzureichend.
Carrie Anton
Januar 8, 2026 AT 09:02Es ist faszinierend, wie sich ein Volk in einer extrem kontrollierten Umgebung selbst organisieren kann. Der Übergang von Tether zu DAI auf Polygon war keine offizielle Politik, sondern eine kollektive Überlebensstrategie – und das ist das eigentlich Beeindruckende an dieser Geschichte. Die Menschen haben keine Lobby, keine Botschaft, keine Medien – aber sie haben Code, Wallets und Vertrauen untereinander.
Die Regierung versucht, alles zu kanalisieren, aber sie unterschätzt die Kraft der dezentralen Netzwerke. Jede Transaktion, die über NIMA läuft, ist ein Zugeständnis. Jede Transaktion, die darüber hinausgeht, ist ein Akt des Widerstands – und doch bleibt sie legal, solange sie nicht entdeckt wird.
Die Besteuerung von Spekulationsgewinnen ist ein cleverer Trick: Sie macht Krypto nicht legal, sondern institutionalisiert es. Die Leute zahlen Steuern, also ist es jetzt ein echter Teil der Wirtschaft – aber nur, weil sie gezwungen wurden, sich anzupassen.
Und dann gibt es noch die Stromkontrolle. Der Staat will nicht, dass Kryptominen das Netz überlasten – aber er erlaubt es trotzdem, solange er davon profitiert. Das ist nicht Regulierung, das ist Ausbeutung mit Genehmigung.
Die 95 % illegalen Miner? Die sind nicht kriminell, die sind pragmatisch. Sie nutzen die Lücken, weil sie keine andere Wahl haben. Die Regierung könnte sie alle legalisieren – aber dann würde sie die Kontrolle verlieren. Und das ist das wahre Ziel: nicht die Währung, sondern die Macht.
Es ist ein perfektes Beispiel dafür, wie autoritäre Systeme Innovationen absorbieren, statt sie zu unterdrücken. Sie nehmen das, was funktioniert, und machen es zu ihrem Werkzeug. Die Menschen gewinnen – aber nur, weil sie sich an die Regeln halten, die sie nicht gemacht haben.
Die Zukunft wird zeigen, ob der Iran eine neue digitale Währung schaffen kann – oder ob er nur eine andere Version des Rials in Blockchain-Form erschafft. Die Technologie ist neutral. Aber die Macht, die sie nutzt? Die ist immer menschlich. Und oft, sehr menschlich.
Georg Art
Januar 10, 2026 AT 02:04Und wer glaubt, dass das alles legal ist? Die Zentralbank hat die Blockchain nicht gebrochen – sie hat nur die Leute dazu gezwungen, ihre Wallets zu registrieren. Das ist wie ein Spitzel, der sich in deine Familie einschleicht und sagt: „Ich helfe dir, aber du musst mir alles erzählen.“
Die ganze Geschichte ist ein PR-Desaster. Die Regierung will „regulieren statt verbieten“ – aber sie verbietet alles, was nicht unter ihrer Kontrolle steht. Und dann wundern sie sich, warum niemand ihnen vertraut.
Die Sanktionen? Die haben das ganze System erst möglich gemacht. Ohne SWIFT hätte niemand Krypto genutzt. Also ist der Iran nicht ein Vorreiter der Dezentralisierung – er ist ein Opfer der USA. Und jetzt versucht er, aus seinem eigenen Elend eine neue Weltordnung zu bauen. Genial.
Stephan Noller
Januar 10, 2026 AT 15:27Stimmt. Und wer sagt, dass der neue Gold-Backed Coin nicht nur eine Tarnung für eine Währungsreform ist? Die Russen haben doch schon lange Krypto als Waffe gegen den Westen genutzt. Das ist kein wirtschaftliches Projekt – das ist Krieg.
Miriam Bautista Ortega
Januar 11, 2026 AT 05:35Was mich am meisten berührt, ist, dass es nicht um Technologie geht – es geht um Vertrauen. Die Menschen vertrauen der Zentralbank nicht, aber sie vertrauen dem Code. Und das ist der tiefere Konflikt: nicht zwischen Staat und Bürger, sondern zwischen Angst und Hoffnung.
Ingrid Northmead
Januar 11, 2026 AT 10:51Ich finde es bewundernswert, wie sich die iranische Community so schnell anpasst. Von Tether zu DAI auf Polygon – das ist keine kleine Änderung, das ist eine Revolution im Kleinen. Und sie haben es ohne Anleitung geschafft. Das ist echte Resilienz.
Kari Kaisto
Januar 12, 2026 AT 11:55Es ist traurig, aber auch inspirierend. Die Leute nutzen Krypto nicht, weil sie Technik lieben – sie nutzen es, weil sie keine andere Möglichkeit haben, ihre Familien zu ernähren. Das ist kein Spekulationsmarkt, das ist ein Überlebensnetz.
Sylvia Hubele
Januar 12, 2026 AT 18:30Und wer sagt, dass die Regierung nicht selbst hinter den größten Minenfarmen steckt? Die Lizenzen, die sie ausgibt – wer kontrolliert sie wirklich? Wer hat Zugang zu den Daten? Wer profitiert wirklich? Es ist kein Zufall, dass die meisten illegalen Minen in den Provinzen liegen – und nicht in Teheran.
Die ganze Geschichte ist ein großes Spiel. Die Regierung führt die Leute in die Irre – sie sagen „wir regulieren“, aber sie bauen ein System, das nur ihnen nutzt. Die Steuern? Die werden nicht für die Infrastruktur ausgegeben – sie fließen in Geheimfonds. Die Gerätebeschlagnahmung? Die werden weiterverkauft – an chinesische Unternehmen. Alles ist eine Fassade.
Die Menschen denken, sie kämpfen gegen die Kontrolle – aber sie kämpfen nur gegen die Illusion von Freiheit.
George Bohrer
Januar 14, 2026 AT 05:16Deutschland und die EU sollten das als Warnung nehmen. Wenn wir Krypto nicht regulieren, wird es uns überholen. Und dann sind wir die, die den Preis zahlen.
KAI T
Januar 15, 2026 AT 16:45Wie kann man so naiv sein? Die Zentralbank kennt jede Transaktion, jede IP-Adresse, jedes Gerät. Dieses „NIMA-System“ ist kein Finanzsystem – es ist ein Überwachungsnetzwerk mit Krypto-Verkleidung. Wer hier glaubt, er sei „frei“, der lebt in einer Wahnwelt. Die Regierung hat nicht Krypto kontrolliert – sie hat die Menschen kontrolliert, indem sie sie glauben ließ, sie hätten die Kontrolle.
Und die Steuern? Eine perfekte Falle. Du zahlst, also bist du legitim. Du bist kein Krimineller – du bist ein Steuerzahler. Und das ist der größte Triumph der Autorität: Die Unterdrückten werden zu ihren eigenen Wächtern. Sie zahlen, um nicht verhaftet zu werden. Sie melden andere, um nicht selbst verhaftet zu werden. Sie akzeptieren die Regeln, um nicht als „illegal“ zu gelten. Das ist keine Regulierung – das ist Gehirnwäsche mit Blockchain.
Die 3,7 Milliarden USD? Das ist kein Erfolg der Technologie – das ist ein Zeichen der Verzweiflung. Und die Regierung nutzt diese Verzweiflung, um ihre Macht zu festigen. Sie hat nicht den Markt kontrolliert. Sie hat die Notwendigkeit kontrolliert.
Und wenn du denkst, DAI auf Polygon ist die Lösung – dann bist du noch tiefer in der Falle. Jede Transaktion, die du machst, hinterlässt Spuren. Jede Wallet, die du nutzt, ist ein potenzielles Ziel. Die Regierung braucht nicht alle zu fangen – sie muss nur genug davon fangen, damit alle Angst haben.
Das ist kein Experiment. Das ist ein Lehrbuch der totalen Kontrolle.
Reinhold Riedersberger
Januar 15, 2026 AT 20:41Freiheit ist nicht die Abwesenheit von Regeln – sondern die Möglichkeit, sie zu wählen. Hier wird sie vorenthalten – unter dem Vorwand, sie zu schützen.
Lea Aromin
Januar 17, 2026 AT 12:59Die Regierung ist ein Monster, das sich selbst füttert. Sie nimmt das Geld der Leute, verbietet ihre Freiheit, und dann nennt sie es „Wirtschaftspolitik“. Ich hoffe, die Leute erkennen, dass sie nicht kämpfen – sie werden ausgebeutet. Und wenn sie mal aufwachen, wird es zu spät sein.
Markus Magnífikus
Januar 18, 2026 AT 05:05Die ganze Geschichte ist wie ein Sci-Fi-Film, den nur die Iraner live spielen. Ein Staat, der Krypto nutzt, um seine Währung zu retten – aber gleichzeitig verbietet, dass die Leute sie frei nutzen. Ironie auf höchstem Niveau.
Felix Saputra
Januar 19, 2026 AT 08:03Es ist beeindruckend, wie schnell eine Gemeinschaft sich organisieren kann, wenn sie keine andere Wahl hat. Keine Führung, keine App, kein CEO – nur Menschen, die ein Ziel haben: überleben. Das ist das wahre Potenzial von Kryptowährungen – nicht als Investment, sondern als soziale Infrastruktur.
Björn Ahl
Januar 20, 2026 AT 22:03DAI auf Polygon 💪🏽 Die Leute haben es einfach gemacht. Keine Genehmigung, kein Bürokratie-Drama – nur Code und Vertrauen. Das ist, was Zivilisation wirklich bedeutet.
Angela Horn
Januar 21, 2026 AT 14:49Ich hab das gelesen und dachte: wow, das ist echt krass. Aber dann hab ich mir gedacht – das ist doch genau das, was wir hier in Deutschland auch brauchen. Keine Inflation, keine Banken, die uns verarschen. Krypto ist die Zukunft – egal wo du lebst.
Heidi Gademan
Januar 22, 2026 AT 22:57Ich find’s cool, dass die Leute trotz allem nicht aufgeben. Die Regierung will sie kontrollieren – aber sie nutzen Krypto trotzdem. Das ist Mut. Das ist Stärke.
Ingo Schneuing
Januar 24, 2026 AT 07:54Es ist traurig, aber nicht überraschend. Wenn die Banken versagen, suchen die Menschen nach Alternativen. Krypto ist nicht die Lösung – aber es ist die einzige Option, die noch bleibt. Und das sollte uns alle nachdenklich machen.
Daniel Schädler
Januar 25, 2026 AT 04:53Die Regierung hat nicht Krypto kontrolliert – sie hat die Notwendigkeit der Menschen instrumentalisiert. Jede Lizenz, jede Steuer, jede Beschlagnahmung – das sind keine Maßnahmen, das sind Symptome eines Systems, das nicht mehr funktioniert, aber nicht sterben will.
Die Menschen nutzen Krypto nicht, weil sie Bitcoin lieben – sie nutzen es, weil der Rial nichts mehr wert ist. Die Regierung weiß das. Und sie nutzt diese Verzweiflung, um ihre eigene Macht zu stabilisieren. Sie gibt den Menschen die Illusion von Wahl – aber die einzige Wahl, die sie haben, ist: entweder mitmachen oder verlieren.
Das ist kein Wirtschaftsmodell. Das ist eine Überlebensstrategie des Staates – und die Menschen sind nur die Werkzeuge, die es am Laufen halten.
Wenn du denkst, dass DAI auf Polygon die Lösung ist – dann unterschätzt du die Macht der Überwachung. Jede Transaktion wird protokolliert. Jede Wallet kann zurückverfolgt werden. Der Staat braucht nicht alle zu fangen – er braucht nur genug, um Angst zu verbreiten.
Und das funktioniert. Weil die Menschen nicht gegen das System kämpfen – sie kämpfen nur, um darin zu überleben.
Die Zukunft wird zeigen, ob der Iran eine neue Währung erschafft – oder ob er nur eine neue Form der Kontrolle in Blockchain-Verpackung einführt. Aber eines ist sicher: Solange die Inflation weitergeht, wird Krypto nicht verschwinden. Nicht, weil es frei ist – sondern weil es die letzte Flucht ist.
volkhart agne
Januar 26, 2026 AT 02:04Die Leute hier sind nicht kriminell – sie sind einfach nur clever. Sie haben eine Lücke gefunden und genutzt. Und das ist das Einzige, was bleibt, wenn alle Türen verschlossen sind.
Andreas Gauer
Januar 26, 2026 AT 04:13Interessant, aber die Zentralbank hat nicht die Kontrolle über Kryptowährungen erlangt – sie hat lediglich die Transaktionswege verlagert. Die dezentrale Natur bleibt bestehen, auch wenn sie versteckt wird.