29Januar
Was ist Inferium (IFR)? Der AI-fokussierte Kryptotoken erklärt
Veröffentlicht von Edward Windsor

Was ist Inferium (IFR)?

Inferium (IFR) ist eine Kryptowährung, die als Treibstoff für eine spezialisierte Plattform dient, die Künstliche Intelligenz (KI)-Modelle verifiziert, bereitstellt und vergleicht. Im Gegensatz zu vielen anderen Kryptotoken, die sich auf Zahlungen oder DeFi konzentrieren, fokussiert sich Inferium auf ein konkretes Problem: Wie kann man sicherstellen, dass ein KI-Modell wirklich das tut, was es verspricht? Die Antwort ist ein System namens "Proof of Inference" - die erste Technologie ihrer Art, die jede KI-Abfrage nachvollziehbar macht. Diese Transparenz soll Entwicklern und Unternehmen helfen, vertrauenswürdige KI-Lösungen zu finden - ohne auf Werbeversprechen angewiesen zu sein.

Wie funktioniert Inferium?

Inferium ist kein einfacher Token, sondern Teil eines ganzen Ökosystems. Die Plattform funktioniert wie ein App-Store für KI-Modelle, aber mit einem entscheidenden Unterschied: Jedes Modell, das dort gelistet ist, wurde nicht nur von den Entwicklern behauptet, sondern tatsächlich getestet. Du kannst beispielsweise nach einem KI-Modell suchen, das medizinische Symptome diagnostiziert - und siehst direkt, wie gut es im Vergleich zu anderen Modellen abschneidet. Die Plattform erlaubt sogar Side-by-Side-Vergleiche von bis zu drei Modellen gleichzeitig. Für Unternehmen gibt es eine Funktion namens "Model PVP", bei der sie ihre eigenen, internen KI-Modelle anonym mit denen von Wettbewerbern vergleichen können. Das ist besonders wertvoll in Branchen wie Robotik oder Finanzdienstleistungen, wo die Genauigkeit von KI-Entscheidungen direkt Geld kostet oder spart.

Was ist Proof of Inference?

Dies ist der Kern von Inferium. Stell dir vor, du fragst eine KI: "Was ist der beste Aktienkauf heute?". Ohne Proof of Inference bleibt das eine schwarze Box - du bekommst eine Antwort, aber du weißt nicht, ob sie auf echten Daten basiert, ob sie veraltet ist oder ob sie sogar manipuliert wurde. Mit Proof of Inference wird jede einzelne Abfrage protokolliert: Welches Modell wurde genutzt? Welche Daten hat es verarbeitet? Wie lange hat die Berechnung gedauert? Und welches Ergebnis wurde geliefert? Diese Daten werden auf der Blockchain gespeichert und können später von Dritten überprüft werden. Es ist wie ein Fahrtenbuch für KI - und das macht es für Unternehmen, die auf Compliance und Audits angewiesen sind, extrem attraktiv. Kein anderer Kryptotoken bietet bisher diese Art von Nachvollziehbarkeit für KI-Arbeit.

Vergleich von drei KI-Modellen mit Leistungsmetriken in einem Dashboard

Technische Daten von IFR

Inferium hat eine feste Gesamtmenge von 250 Millionen IFR-Token. Davon sind aktuell etwa 35,7 Millionen im Umlauf - das entspricht einem Marktanteil von rund 14%. Der aktuelle Preis schwankt je nach Börse zwischen 0,00012 und 0,001 USD (Stand Januar 2026). Der Markt hat große Schwankungen durchgemacht: Der Allzeithoch lag bei 0,06 USD im Juni 2025, der Tiefststand bei 0,0055 USD im August 2025. Der Token hat keine Mining-Funktion - alle Token wurden durch eine Airdrop-Kampagne verteilt, bei der echte Nutzer durch das Verbinden ihrer Wallets, das Abschließen von Aufgaben und eine einfache KYC-Prüfung IFR-Token erhalten haben. Das ist ungewöhnlich: Die meisten Projekte verkaufen ihre Token zuerst an Investoren. Inferium hat stattdessen direkt an die Nutzer verteilt - ein starkes Signal für die langfristige Ausrichtung.

Wo kann man IFR kaufen?

Inferium ist an mehreren Kryptobörsen handelbar, darunter MEXC, Bybit, Binance und Uniswap v3. Die größte Liquidität findest du auf MEXC, wo der 24-Stunden-Handelsvolumen bei über 24.000 USD liegt. Auf anderen Plattformen ist das Volumen deutlich geringer - manchmal unter 1.000 USD. Das deutet darauf hin, dass die meisten Händler sich auf eine einzige Börse konzentrieren. Die geringe Liquidität macht den Token anfällig für Preismanipulationen. Wenn du IFR kaufst, solltest du dich auf hohe Schwankungen einstellen. Der Kontrakt-Adress ist 0x01812ca908b5731be0db86000c15c5afa3e834b2 - prüfe immer diese Adresse, bevor du Tokens sendest. Falsche Adressen führen zu unwiederbringlichem Verlust.

KI-Marktplatz mit IFR-Token als Zugangsschlüssel und Entwickler-Uploads

Wer nutzt Inferium?

Inferium ist nicht für den durchschnittlichen Krypto-Spekulanten gedacht. Es richtet sich an Entwickler, die KI-Modelle bauen und verkaufen wollen, sowie an Unternehmen, die KI in ihren Prozessen einsetzen - etwa in der Medizin, im Kundenservice oder in der Robotik. Ein Krankenhaus, das eine KI zur Diagnose von Hautkrebs nutzen möchte, könnte über Inferium ein verifiziertes Modell finden und sicher sein, dass es auf echten medizinischen Daten trainiert wurde. Ein Robotik-Unternehmen könnte mit Model PVP testen, ob seine eigene KI für die Objekterkennung besser ist als die von Konkurrenten. Der Token IFR dient als Zugangsschlüssel zu Premium-Funktionen, zukünftig vielleicht auch zum Staking und zur Abstimmung über Plattform-Updates. Wer keine KI entwickelt oder einsetzt, hat wenig Nutzen von IFR.

Wie steht es um die Zukunft von Inferium?

Die Zukunft von Inferium hängt an drei Dingen: Adoption, Staking und Börsenlistungen. Derzeit ist der Markt für KI-Blockchain-Token mit etwa 1,2 Milliarden USD im Jahr 2025 relativ klein, aber schnell wachsend. Inferium steht da mit einem Marktwert von nur 200.000 bis 350.000 USD im Vergleich zu größeren Projekten wie Fetch.ai oder SingularityNET wie ein kleiner Fisch im großen Ozean. Experten schätzen, dass der Preis bei voller Nutzung der Plattform und Einführung von Staking bis Ende 2026 auf 0,08 bis 0,12 USD steigen könnte - das wäre ein Fünf- bis Zehnfaches. Aber das setzt voraus, dass mehr Entwickler ihre Modelle auf Inferium hochladen und mehr Unternehmen die Plattform nutzen. Bislang gibt es kaum öffentliche Nutzerberichte, keine großen Medienberichte und keine institutionalisierte Unterstützung. Es ist ein hochriskantes Projekt - aber auch ein potenziell revolutionäres, wenn es funktioniert.

Was macht Inferium anders?

Viele Projekte sagen, sie würden KI und Blockchain verbinden. Aber die meisten bieten nur eine Wallet oder einen Token an, der irgendwie mit KI zu tun hat. Inferium geht einen Schritt weiter: Es baut eine funktionierende Infrastruktur, die echte Probleme löst. Es geht nicht darum, KI zu erschaffen - sondern darum, zu beweisen, dass eine KI funktioniert, wie sie soll. Das ist der Unterschied zwischen einer Werbeaussage und einem Audit. Die Proof of Inference-Technologie könnte eines Tages der Standard werden, wie SSL-Zertifikate für Webseiten. Bis dahin ist Inferium ein Nischenprojekt mit großer Ambition - und viel Unsicherheit.

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